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Koch: Musikalisches Lexikon

Dämpfer,

<406> Dämpfung, ist bey den krustischen Clavierinstrumenten eine mechanische Einrichtung zur Verhinderung des Nachklanges nach Aufhebung der Finger von den Tasten. In dem Clavicymbel befindet sich an den so genannten Docken oder Springern ein kleines Stückchen Tuch, welches nach dem Anschlage des Tones bey dem Zurückfalle der Springer sich auf die Saite legt, und das Nachklingen verhindert. Bey dem Fortepiano wird diese Dämpfung des Nachklanges ebenfalls durch kleine auf die Saiten fallende, und mit Tuch oder Leder überzogenen Körper verrichtet, <407> so bald der Finger die Taste verläßt. Diese Dämpfung läßt sich bey den ältern Instrumenten dieser Art durch einen Zug aufheben, bey den neuern aber ist mehrentheils die Einrichtung getroffen, daß sich die sämmtlichen Dämpfer vermittelst eines am Boden des Instrumentes angebrachten Druckwerkes, welches der Spieler durch das Knie regiert, mehr oder weniger heben, und von den Saiten entfernen lassen. Von den Dämpfern der übrigen Instrumente soll in dem Artikel Sordin gehandelt werden.