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Übersicht Koch, Musikalisches Lexikon  

Koch: Musikalisches Lexikon

Mordent

<982> oder Mordant. Eine Spielmanier, bey welcher der melodische Hauptton, auf welchem sie gemacht wird, ein- oder mehrmal mit der unmittelbar darunter liegenden Stufe geschwind abwechselt, und wobey das Gewicht auf den Hauptton fällt. Er wird in den langen oder doppelten, und in den kurzen oder einfachen eingetheilet. Bey dem langen Mordent, dessen Zeichen [...] ist, werden der Haupt- und Hülfston zwey- bis dreymal nach einander wiederholt; z.E.

Notenbeispiel Sp. 981/982, Nr. 1

<981> Der kurze bestehet aus dem Anschlage der Hauptnote, die mit der Hülfsnote geschwind abwechselt, auf <|> welche wieder die Hauptnote folgt, und wird mit diesem Zeichen [...] bemerkt; z.E.

Notenbeispiel Sp. 981/982, Nr. 2

<|> Der Mordent wird hauptsächlich entweder auf einer aufwärts springenden <|> Note, die den Accent hat, gebraucht, z.E.

Notenbeispiel Sp. 981/982, Nr. 3

<|> oder er wird bey stufenweis steigenden Noten angewendet, und in diesem <|> Falle ist er mehrentheils doppelt, z.E.

Notenbeispiel Sp. 981/982, Nr. 4

<983> Der Wechsel beyder Töne muß bey dieser Manier, die einige auch Battement nennen, äußerst geschwind und rund vorgetragen werden.