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Sulzer: Theorie der Schönen Künste

Gavotte.

(Musik.)

<309li> Ein kleines zum Tanzen gemachtes Tonstük von mäßig munterm und angenehmen Charakter. Es ist in geradem vier Vierteltakte, der aber nach Art des Alla Breve mit C/ bezeichnet, und auch im Taktschlagen nur mit zwey Zeiten angegeben wird, Es fängt im Auftakt oder in der zweyten Zeit mit dem dritten <309re> Viertel an, und hat seine Abschnitte von zwey Takten, folglich immer mitten im dritten Takt, also:

[Notenbeispiel]

Die geschwindesten Noten sind Achtel. Das ganze Stük wird in zwey Theile, jeder von acht Takten, eingetheilt. Wenn aber die Gavotte nicht zum Tanzen, sondern zu Clavierstüken und so genannten Suiten gemacht wird, so bindet man sie nicht genau an diese Länge.