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Sulzer: Theorie der Schönen Künste

Gique.

(Musik.)

<419 re> Ein kleines zum Tanzen gemachtes Tonstük von 6/8 auch bisweilen von 12/8 Takt, und einer muntern oder fröhlichen Bewegung. Insgemein besteht die Gique aus zwey Theilen, jeder von acht Takten. Wenn würklich darnach soll getanzt werden, so nehmen sich die am besten aus, wo fast alle Noten von gleicher Geltung, nämlich Achtel sind, oder wo allenfalls hier und da ein Achtel mit einem Punkt vorkömmt. Wenn sie blos zur Uebung fürs Clavier gesetzt werden, so läßt man auch wol Sechzehntelnoten mit darunter laufen. Nimmt man 12/8 Takt, so hat man sich zu hüten, daß man nicht im dritten, noch viel weniger im vierten Takttheil schließe, weil dieses der Natur einer solchen Bewegung ganz entgegen ist.