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Türk: Klavierschule

Kap. 6, Abs. 2 (a)

2. Abschnitt. Von der Deutlichkeit in der Ausführung.

(a) Von der Deutlichkeit des Vortrages. [§. 10-14]

<334> §. 10. Die Deutlichkeit des Vortrages hängt vorzüglich ab:

  1. von der mechanischen Ausführung selbst,
  2. von dem Nachdrucke, welchen gewisse Töne erhalten,
  3. von der richtigen Verbindung und Absonderung musikalischer Perioden. (Siehe §. 23.)

<335> §. 11. Zur mechanischen Deutlichkeit wird erfordert, daß man auch bey der geschwindesten Passage, so wie bey den wesentlichen und willkührlichen Manieren, jeden Ton mit der ihm zukommenden Stärke rund und deutlich von dem andern abgesondert höre. Undeutlich spielen also diejenigen, welche entweder gewisse Töne ganz weglassen, (verschlucken, überhüpfen,) oder sie wenigstens nicht voll und deutlich von einander abgesondert hervor bringen. Durch einen allzu starken oder zu schwachen Anschlag der Tasten kann der Vortrag ebenfalls undeutlich werden. Dies ist auch der Fall, wenn man die Töne zu kurz stößt, oder die Finger zu lange auf den Tasten liegen läßt.

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