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Czerny: Pianoforte-Schule ... op. 500,III

Kap. 1 [ b / 5. Teil]

<9> § 9. Bei rasch fortlaufenden Passagen ist übrigens das leichte Markieren der ersten, auf den schweren Takttheil fallenden Note besonders dann sehr vortheilhaft, wenn man mit Accompagnement spielt, und sowohl die Begleiter, als sich selbst, streng im Takt zu halten hat. Z.B:

[Notenbeispiel 09-4]

<10> § 10. Bei Accorden muss der höchste Ton am Meisten markirt werden, wenn er den Gesang bildet. Z.B:

[Notenbeispiel 10-1]

§ 11. Ein Stück schliesst entweder pp, oder ff; fast nie mezza voce.

§ 12. Bei der Wiederholung (da Capo) eines Scherzo, nach dem Trio, wird zum zweitenmal der erste Theil desselben, und zum erstenmal der darauf folgende zweite Theil durchaus pp, fast ohne allen Ausdruck gespielt.

§ 13. Wenn in der rechten Hand einfache und lange gehaltene Noten vorkommen, während die Linke eine aus vielen Noten bestehende Begleitung hat, so muss die rechte Hand beinahe forte, die Linke dagegen piano gespielt werden. Z.B.

[Notenbeispiel 10-2]

Da es in diesem Beispiele unmöglich ist, in die rechte Hand sonst noch einen besonderen Ausdruck zu legen, ausser jenem, welcher durch diesen starken Anschlag (mit der ruhigsten Hand) und durch festes Halten und Binden hervorgebracht wird, so ist es nothwendig, diesen Ausdruck in der linken Hand in soferne anzubringen, als man die höher steigenden Accorde und Sechzehnteln etwas crescendo, die abwärts gehenden dagegen diminuendo vorträgt, ohne jedoch die Grenzen des Piano zu überschreiten, und dass man dieser Begleitungsstimme durch einen weichen Anschlag einen sanften Schmelz gebe.