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Czerny: Pianoforte-Schule ... op. 500,III

Kap. 1 [ c / 2. Teil]

<13> § 4. Wenn ein langsamer Gesang über eine gehaltene Harmonie aufwärts oder abwärts schreitet, so ist eben so das cresc: und dimin: in einem angemessenen Grade anzubringen, Z.B:

[Notenbeispiel 13-1]

Es versteht sich, dass der Spieler diesen Ausdruck selber hineinlegen muss, wenn der Autor gar keinen angezeigt hat.

§ 5. Kurze, aus geschwinden Läufen bestehende, und Forte auszuführende Sätze werden gewöhnlich sowohl auf- wie abwärts crescendo gespielt, so, dass die letzte Note derselben den Accent bekommt; Z.B:

[Notenbeispiel 13-2]

§ 6. Diejenigen Triller, welche eine willkührliche Länge haben, und welche piano anfangen, müssen in der Mitte ihrer Dauer bis zum Forte anschwellen, und sodann wieder eben so nach und nach zum piano zurückkehren.

Wenn solche Triller forte anfangen, so müssen sie meistens diminuendo bis zum pp ausgeführt werden, Z.B:

[Notenbeispiel 13-3]

Ein solcher, sehr lange dauernder Triller kann durch einen gleichmässig und oft wiederkehrenden Nachdruck ein gesteigertes Interesse gewinnen. Z.B:

[Notenbeispiel 13-4]

Der Triller darf sich da auf keine Weise unterbrechen; nur durch einen stärkeren, in gleichen Zeiträumen nacheinanderfolgenden Druck der Hand wird dieses öftere Anschwellen hervorgebracht.

<14> Doch darf sich der Spieler dieses nur da erlauben, wo eine Haltung mit dem Triller verbunden ist und derselbe folglich von willkührlicher Länge sein darf.