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Czerny: Pianoforte-Schule ... op. 500,III

Kap. 5 [ b / 5. Teil]

  1.  
  2.  
  3. <42> Da bei dem Arpeggiren die einzelnen Töne nicht nur äusserst schnell vorgetragen werden können, so, dass der arpeggirte Accord beinahe dem festen gleich kommt, sondern in allen möglichen Abstufungen immer langsamer, bis zu dem Grade von Langsamkeit, dass jede einzelne Note beinahe so lang wie eine Viertel im langsamen Tempo gilt, so hat man diese verschiedene Grade genau darnach abzumessen, ob der Accord lange gehalten, oder kurz abgerissen, piano und smorzando, oder forte und hart anzuschlagen sei. Z.B:

[Notenbeispiel 42-2]

Hier müssen die einzelnen Töne des gebrochenen Accord's äusserst langsam nach einander folgen und erst von der letzten (und höchsten) fängt man an, das vorgezeichnete Tempo zu zählen.

Zu dieser Verlängerung ist man berechtigt, da das Ganze eine Haltung bildet. Wäre aber diese Stelle fortissimo vorgezeichnet, so dürfte das Arpeggiren bei weiten nicht so langsam sein, sondern entweder äusserst schnell, oder noch besser gar nicht, wenn es der Autor nicht ausdrücklich vorzeichnete.