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Czerny: Pianoforte-Schule ... op. 500,III

Kap. 8 [ d / 2 Teil]

  1.  
  2. <55> Jene Adagio's, wo die tiefern Stimmen mehr nur eine Begleitung bilden, und folglich der Gesang in der Oberstimme vorherrschen muss.

  3. Diese langsamen Tonstücke sind meistens von zärtlichem oder klagendem Charakter, und dürfen nicht so gewichtig oder schwerfällig ausgeführt werden, wie die vorher besprochenen. Z.B:

[Notenbeispiel 55]

Hier ist der Bass in den ersten 8 Takten stets legatissimo vorzutragen, und sein Ausdruck muss jenem der rechten Hand entsprechen, ohne jedoch diese zu übertönen. In den 6 nachfolgenden Takten ist der Bass leicht und sanft, ohne besonderen Ausdruck vorzutragen, da diese 6 Takte zugleich die Beihilfe des Pedals erfordern, welches in jedem Takte durch die 4 ersten Achteln fortdauern muss. In den 2 letzten Takten dauert das Pedal bis zu den Pausen.

Die rechte Hand muss in diesem Beispiel bedeutend ausdrucksvoll gespielt werden. Da der Gesang in den 5 ersten Takten steigt, so ist da, gleich vom 3ten Takte an, ein crescendo anzubringen, welches bis zur 2ten Viertel des 5ten Takts in beiden Händen steigt, wo das obere C beinahe sf anzuschlagen ist. Von da diminuendo, und der 7te Takt sehr sanft; der 8te Takt crescendo, weil der 9te und 10te Takt mit mehr Nachdruck zu spielen ist als die früheren. Der 11te diminuendo, und 12te smorzando. Die übrigen immer sanfter bis ans Ende.