Home | Impressum
KölnKlavier · Themen
Übersicht Hiller: Lebensbeschreibungen Startseite  

Hiller: Lebensbeschreibungen berühmter Musikgelehrten

Fußnoten

Benda - S. 37, Fußnote

Benda war ein Unterthan des Grafen von Kleinau; er mußte sich daher, als er aus Polen zurückkam, mit 200 Gulden loskaufen. zurück

Benda - S. 41, Fußnote

Wie sehr ihn der Starost geschätzt, und wie ungern er ihn von sich gelassen habe, ist das ein Beweis, daß er ihm beym Abschiede sagen ließ: Er wünsche ihm viel Glück; sehen könnte und wollte er ihn nicht; es wäre denn, daß er ferner in seinen Diensten bleiben wollte. zurück

Graun - S. 77, Fußnote

Die beiden sogenannten Rathsdiscantisten sind unter den sechs und dreißig Alumnis mit begriffen, haben auch die Beneficien mit ihnen gemein; außer daß sie nicht auf der Schule, sondern beym Cantor im Hause wohnen, und keinen Antheil an den Chorgeldern haben; wofür ihnen aber vom Rathe wöchentlich 20 Groschen bezahlt werden. Sie sind von allem Singen auf der Straße befreyt, um die Stimme zu schonen, und haben nur bey der Kirchenmusik zu singen. Diese Einrichtung verdiente in andern großen Städten nachgeahmt zu werden. zurück

Graun - S. 80, Fußnote 1

War einer von den hohen Sopranen, die das dreygestriche f ohne Mühe erreichen. zurück

Graun - S. 80, Fußnote 2

Diese Oper hieß Teofane, und außer den vorhergenannten sangen noch Francesco Guicciardi, in Diensten des Herzogs von Modena, und Maria Antonia Coralli darinne. zurück

Graun - S. 97, Fußnote

-- ce palais magique,
Où les beaux vers, la danse, la musique.
L'art de tromper les yeux par les couleurs
De cent plaisirs sont un plaisir unique.
          Voltaire zurück

Händel - S. 103, Fußnote

In den beyden Jahren 1709 und 10 hat er acht Opern nach einander geschrieben. Siehe Matthesons Ehrenpforte S. 128. zurück

Händel - S. 112, Fußnote

Es ist nicht leicht, die Chronologie in Händels Leben in Ordnung zu bringen. Mattheson hätte es am besten gekonnt, und gleichwohl scheint er an der Verwirrung am meisten Schuld zu seyn. Die beiden englischen Lebensbeschreiber haben die Data augenscheinlich aus Matthesons Ehrenpforte genommen, und nicht darauf geachtet, daß nach denselben Händel immer fünf bis sechs Jahre älter ist, als sie ihn angeben. Mattheson, der in der im Jahr 1761 zu Hamburg gedruckten, aus dem Englischen übersetzten Lebensbeschreibung, die Anachronismen des Originals fleißig bemerkt, hebt doch am Ende den Widerspruch, der sich darinne findet, daß Händel im Jahr 1710 nach London gekommen, und in eben dem Jahre die Agrippine in Venedig aufgeführt habe, nicht anders, als daß er S. 113 in einer Anmerkung sagt: "Ao. 1708, und länger war Händel noch in Hamburg; Ao. 1710 aber schon in London; doch soll inzwischen sechs Jahre in Italien, hernach in Hannover, in Halle, in Düsseldorf gewesen seyn: wer kann das begreifen?" Das einzige Mittel, sich heraus zu finden ist, daß man seinen Aufenthalt in Berlin abkürzt, ihn um ein paar Jahre früher nach Hamburg, um <113> fünf Jahre früher nach Italien reisen, und etwan im Jahr 1705 die erste Oper in Venedig aufführen läßt. Denn die Data seiner Arbeiten in London sind wohl die unstreitigsten, und ist daraus auf seine Ankunft daselbst mit ziemlicher Sicherheit zu schließen. zurück

Händel - S. 114, Fußnote

Ist eben das Te Deum, daß der Herausgeber dieser Lebensbeschreibungen im Jahr 1779 mit dem untergelegten lateinischen Texte, in Partitur hat drucken lassen. zurück

Händel - S. 119, Fußnote

Auch Händel gerieth eines Tages mit der Cuzzoni in Streit, weil sie eine gewisse Arie in der Oper Ottone nicht singen wollte: Oh, Madame, sagte er, je scais bien, que vous êtes une véritable Diablesse; mais je vous ferai scavoir, moi, que je suis Beelzebub, le chef des Diables. "Ich weiß wohl, Madame, daß Sie eine leibhafte Teufelin sind; aber ich will Ihnen zeigen, daß ich Beelzebub, der Oberste der Teufel bin." Hiermit faßte er sie um den Leib, und schwur, sie zum Fenster hinaus zu werfen, wenn sie noch ein Wort sagte. zurück

Heinichen - S. 130, Fußnote

Die jüngste dieser drey Schwestern, die nach der Zeit an den berühmten Gambisten, Hesse, verheyrathet war, sang im Jahr 1719 in den italiänischen Opern zu Dresden, in Gesellschaft einer Lotti, Durastanti und Tesi, mit großem Beyfall. zurück

Heinichen - S. 140, Fußnote

Dieser schrieb seine erste Oper in Dresden, Cleofide zwey Jahre nach Heinichens Tode, im Jahr 1731. Seine Gattin, die berühmte Faustina sang darinne die Rolle der Cleofide. zurück

Jomelli - S. 175, Fußnote

D. Burney, der die erste Probe dieser Oper mit angehört hat, sagt: sie sey in einer schweren Schreibart abgefaßt, und thue mehr Wirkung durch die Instrumente als durch die Singstimme; sey übrigens meisterhaft in der Modulation, und in der Melodie voll neuer Gedanken. Tagebuch I. Theil. S. 247. zurück

Pisendel - S. 185, Fußnote

Dieser Götze hatte damals ein Aemtchen bey der Waage, ward aber nachher Actuarius im Handelsgerichte. Sein ältester Sohn, der während dem siebenjährigen Kriege, als Königl. Polnischer und Churfürstl. Sächsicher General-Auditeur und Kriegsrath in Warschau starb, war ein sehr starker Klavier- und Violinspieler, auch kein ungeschickter Componist. Selbst bey seinen wichtigen Amtsgeschäften war die Musik immer sein Vergnügen. Er componirte fleißig, mehrentheils Sonaten fürs Klavier, deren er eine große Anzahl verfertigt hat, und in denen viel Feuriges auch dem Instrumente Eigenes anzutreffen ist; obgleich bisweilen die gute Ordnung darinne vermißt wird. In dem bey Breitkopf herausgekommenen musikalischen Magazine steht eine Sonate von ihm. zurück

Pisendel - S. 191, Fußnote

War ein Franzos von Geburt, und ein sehr berühmter Flötenist. zurück

Pisendel - S. 196, Fußnote

S. Marpurgs Beyträge zur Aufnahme der Musik. 1. Bd. S. 245. zurück

Pisendel - S. 198, Fußnote

Diese Opern waren: Rodelinda, Artaserse, Cato von Graun, und la clemenza di Tito von Hasse. zurück

Quantz - S. 222, Fußnote

Ist kein anderer, als wenn von zwo gleichen Noten die erste um die Hälfte kürzer gemacht, und der zweyten ein Punkt beygefügt wird. zurück

Quantz - S. 231, Fußnote

Tagebuch 3ter Theil. S. 108 zurück

Tartini - S. 269, Fußnote

Dieß stimmt nicht völlig mit dem überein, was Burney in seiner musikalischen Reise, B. I. S. 87, und Hawkins in der General History of Music. Vol. 5 S. 375, über diesen Umstand berichten: daß ihn nämlich sein Vater, da er eine, ihm nicht anständige, Neigung gegen ein junges Frauenzimmer bey ihm entdeckte, eingesperrt, und nur einige Bücher und Instrumente zum Zeitvertreibe gegeben habe. Ich dächte aber doch, daß ein, unter den Augen seiner Freunde und Bekannten, verfaßter und gedruckter Lebenslauf mehr Glaube verdienen sollte, als eine auf gut Glück aufgefangene Nachricht. Eben so wenig mag ich den vom de la Lande erzählten Traum, und die dadurch gegebene Veranlassung zur Teufelssonate hier nacherzählen. Wer Lust hat, kann das Mährchen in Burney's Reise, am angeführten Orte nachlesen. Ob übrigens seine Frau von Xantippens Geschlechte gewesen sey, wie Burney sagt, kann ich nicht untersuchen; fast möchte es so scheinen. zurück

Tartini - S. 272, Fußnote 1

Rameau bauet seine Theorie der Harmonie auf die Bemerkung, daß mit einem tiefen Tone, die höhere Octave, Quinte, Terz und kleine Septime zugleich mitklingt: Tartini hatte eine andere Erfahrung gemacht, daß nämlich, wenn er auf der Violin zwey Töne in der Höhe, die in einem consonirenden Verhältnisse mit einander standen, zugleich anstrich, ein dritter tiefer Ton zugleich mitklang. Man kann darüber, wenn man den Tractat, den Tartini, davon geschrieben hat, nicht besitzt, sich aus Rousseau's Dictionaire im Artikel Systême belehren. zurück

Tartini - S. 272, Fußnote 2

Voyages d'Italie de M. de la Lande, T. 8. p. 292. Volkmanns Nachrichten von Italien, 3. B. 663. zurück

Tartini - S. 273, Fußnote 1

Die musikalische Kapelle des heil. Antonius ist eine der besten in Italien. Sie besteht aus sechzehn Sängern und vier und zwanzig Instrumentisten. Der itzige Kapellmeister ist der P. Valloti, der für einen der stärksten Kirchencomponisten gehalten wird. zurück

Tartini - S. 273, Fußnote 2

Siehe Quanzens Leben, in Marpurgs Beyträgen B. I. S. 221. zurück