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Kullak: Ästhetik des Klavierspiels - Kap. 3

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T. Kullak: Diverse Lehrwerke

Unter den ferneren monographischen Schriften zeichnet sich aus

Theodor Kullak's Schule des Oktavenspiels [Op. 48].

Die Wichtigkeit des Handgelenkanschlages und die Ausdehnung, die derselbe bei Virtuosen wie Dreyschock und Thalberg erfahren hatte, führten den genannten Autor auf die Idee, eine so neue und <101> wirkungsvolle Erweiterung der modernen Schule einer gesonderten Entwickelung zu unterwerfen, und so verfolgt dieses Werk die Bildung des Handgelenkes von seinen ersten Elementen an, bis zur meisterhaften Volubilität. Es ist theoretisch und praktisch gleichmäßig genau, und erschöpft sein Objekt vollständig.

[Textzusatz der 8. Auflage]

Nicht minder verdient für die Ausbildung eines schönen Skalenspieles Theodor Kullaks Werk:

Ratschläge und Studien. (Berlin, Trautwein.)

namhaft gemacht zu werden, obwohl es überwiegend praktisch gehalten ist.

Nicht minder wichtig sind die

Materialien für den Elementar-Klavierunterricht von demselben Verfasser. Der in ihnen enthaltene Lehrstoff ist werthvoll und trefflich geordnet. Bei der durchgreifenden Bedeutung Kullaks für die Klaviermethodik ist das Nichterscheinen des ersten Theils zu bedauern; derselbe sollte eine ausführliche Theorie der Handhaltung und des Anschlags zum Inhalt haben.