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Kullak: Ästhetik des Klavierspiels - Kap. 3

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A. Kullak: Ein Wink für Klavierspieler

Der zweite Aufsatz ist vom Verfasser dieser Schrift und heißt:

Ein Wink für Klavierspieler. (Berliner Musikzeitung Echo, VI. Jahrgang [1856]. Nr. 26.)

Er wurde veranlaßt durch einen Angriff in den Wiener "Blättern für Musik, Theater und Kunst" (Nr. 43 desselben Jahres) auf eine Bemerkung in des Verfassers "Kunst des Anschlags" [1855], worin bei Gelegenheit des melodiösen Spieles die Regel ertheilt wurde, der Finger solle ein Vibriren der Taste, ein Beben des Tones zu erringen versuchen, und dem Klavierton eine Schönheit und Fügsamkeit zumuthen, die er leider in der Wirklichkeit nicht besitzt.

Diese Regel wurde wegen ihres zu ideellen Standpunktes als unpraktisch und gefährlich angegriffen. Die Entgegnung des Verfassers stellte sie als ästhetisch begründet hin, und sicherte ihr durch den Hinweis auf diejenige Vergeistigung, die jedem Kunstmaterial <114> eine Richtung in die nächst höhere Sphäre als höheren Reiz und Zauber einzuhauchen berechtigt ist, das wissenschaftliche Gewicht.