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Türk: Klavierschule

Kap. 4, Abs. 2 (a)

2. Abschnitt. Von den wesentlichen Manieren, welche durch kleine Nötchen angedeutet werden.

(a) Von dem Anschlage. (Doppelvorschlage). [§. 12-17]

<241> §. 12. Wenn man zwey Vorschläge, einen von unten und den andern von oben, zusammensetzt, so entsteht hieraus der so genannte Anschlag, welchen verschiedene Tonlehrer, in Rücksicht auf seine Entstehung, nicht unschicklich dne Doppelvorschlag nennen. er wird auf zweyerley Art, nämlich kurz und lang, gebraucht. [...]

§. 13. Der kurze oder unpunktirte Anschlag hat am gewöhnlichsten den Ton unter und über der folgenden Hauptnote zu Vorschlägen (a); wenigstens bleibt der zweyte Vorschlag immer unverändert, nämlich die Sekunde über der Hauptnote. Nur der erste Vorschlag ist in Ansehung seines Standortes veränderlich, und wiederholt dannn und wann die vorhergehende Hauptnote (b); daher entsteht in diesem Falle oft ein Anschlag von der bey (c) &c. angezeigten Art <242>

[...]

Die geschwindere oder etwas langsamere Ausführung dieser Manier hängt größtentheils von dem Standorte des ersten kleinen Nötchens ab. Verhält sich dieses zu der folgenden Hauptnote nur wie eine Sekunde, so wird der Anschlag immer unverändert, nämlich geschwind, gespielt. Etwas langsamer trägt man diese Manier vor, wenn das erste kleine Nötchen von der folgenden Hauptnote mehrere Stufen entfernt ist [...]

[...]

<243> §. 16. Der lange oder punktirte Anschlag, welcher aus einem veränderlich alngen und unveränderlich kurzen Vorschlag zusammengesetzt ist, kann nur in langsamer oder sehr gemäßigter Bewegung vorkommen, weil er jederzeit eine mehr <244> oder weniger langsame Ausführung erfordert, je nachdem der in einem Tonstücke herrschende Affekt mehr oder weniger zärtlich, traurig &c. ist. Die eigentiche Dauer dieser Manier laßt sich daher nicht immer ganz genau bestimmen; indes habe ich die gewöhnlichste Geltung derselben unten bey (b) angezeigt. [...]

§. 17. [...]