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Türk: Klavierschule

Kap. 4, Abs. 2 (b)

(b) Von dem Schleifer. [§. 18-23]

<245> §. 18. Der Schleifer (Conlé) besteht aus zwey oder drey stufenweise steigenden oder fallenden Vorschlägen, welche - wie schon die Benennung sagt - jederzeit an ihre Hauptnote geschleift werden, diese mag eine Stufe höher oder tiefre stehen, als der letzte Ton der erwähnten Manier. [...]

§. 19. [...]

<246> §. 20. Der unpunktirte [kurze] Schleifer von zwey Tönen kommt im Auf= (a) und Absteigen (b) vor; doch ist die letztere Art etwas seltener. In beyden Fällen wird er gebraucht, um dadurch vorzüglich die Lebhaftigkeit zu vermehren; daher muß die Manier, ohne Rücksicht der folgenden längern oder kürzern Note, geschwind gespielt werden c). [...]


[...]

<247> §. 21. Der Schleifer von drey Tönen oder der umgekehrte (aufsteigende) Doppelschlag erfordert eine dem jedesmaligen Affekte angemessene, und folglich sehr verschiedene Ausführung. Hat das Tonstück einen muntern Charakter, so wird dieser Schleifer geschwind und stark vorgetragen (a); je trauriger aber der Affekt ist, je matter und langsamer führt man die erwähnte Manier aus (b). Doch darf sie der folgenden Hauptnote nicht leicht mehr als ungefähr die Hälfte von ihrer Dauer abziehen, daher wäre die Ausführung bey (c) zu langsam. [...] <248>

§. 22. Der lange oder punktirte Schleifer wird gewöhnlich nur in Tonstücken von einem gefälligen oder zärtlichen Charakter in ziemlich langsamer Bewegung gebraucht. [...]

<250> §. 23. [...]