Klavier allgemein (Geschichte, Musik etc.)

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Diverse Autoren
Zeitschriften, Periodika

Neu erschienen / neu entdeckt

Bishop, John & Barker, Graham:
Piano. Mythos & Technik. Frankfurt 196 S. (PPV Medien) 2016. ISBN 978-3955121341.

Kauf, Wartung und Pflege, Reparaturen, Stimmung: Das eigene Klavier besser kennen, genauer verstehen und so mehr Spaß am Spielen haben. Wie läßt sich der Klang eines Klaviers verbessern? Wie kann man seine Lebensdauer verlängern? Wie stimmt man ein Klavier? Wie kann man öfter auftretende Probleme erkennen und leicht beheben? Und wie kann man gute und schlechte Klaviere, gleich ob alt oder neu, beim Kauf unterscheiden? Dieses Buch wirft einen leichtverständlichen Blick in das Innerste von Klavieren und Flügeln und gibt zahlreiche Tips und Anleitungen zur einfachen und preisgünstigen Wartung und Reparatur des eigenen Klaviers. [Verlagstext, gekürzt]

Frenzel, Thomas (Hrsg.):
Breitkopf & Härtel. 300 Jahre euopäische Musik- und Kulturgeschichte. 504 S. Breitkopf & Härtel 2019. (= BV 485). ISBN 978-3765104855.

Wie bringt man 300 Jahre Unternehmensgeschichte, kombiniert mit einem ebenso langen Zeitraum europäischer Musik- und Kulturgeschichte, stil- und sinnvoll zwischen zwei Buchdeckel? Wie wählt man aus der schier unüberschaubaren Menge an Material aus, wie scheidet man Wesentliches von weniger Wichtigem? Der Anfang der Geschichte ist mit den Ereignissen im Januar 1719 leicht gefunden, allein, wo und wann sollte auf der Reise durch drei Jahrhunderte eine Pause oder gar eine Zäsur gemacht werden? Mit respekteinflößenden Fragen dieser Art sah sich der Herausgeber und hauseigene Verlagslektor Thomas Frenzel konfrontiert. Das Ergebnis ist nicht nur eine Chronik oder Verlagsgeschichte. Vielmehr wird ein Blick durch das Schlüsselloch gewährt, und der Leser wird mitgenommen auf eine Reise durch 300 Jahre europäische Musik- und Kulturgeschichte. Die Entstehung der gesamten Musikverlagsbranche sowie die Entwicklung Leipzigs zur Musikstadt und zum Mittelpunkt des Weltbuchhandels wird dabei ebenso illustriert wie die Tatsache, dass Breitkopf & Härtel wesentlich zu beiden Entwicklungen beigetragen hat. [Verlagstext, gekürzt]

Heimbucher, Christoph & Prange, Heike (Illustrationen):
Mein Instrument: Das Klavier. 32 S. Bärenreiter 2002. ISBN 978-3761819012.

Auf unterhaltsame und leicht verständliche Weise werden Klavierschüler und Interessierte in die Welt des Klaviers eingeführt. Dabei versteht es Heike Prange, die Informationen in anschaulichen und auch witzigen Bildern zu verpacken. Wie sieht ein Klavier von innen aus, wie heißen seine Bauteile, wie wird es gespielt? Wer weiß schon, daß es früher Giraffen- und Pyramidenklavier gab, daß der Klavierrahmen, auf dem die Saiten gespannt sind, vollständig aus einem Stück Eisen gegossen wird, und daß man mindestens zehn unterschiedliche Materialien braucht für den Bau eines Instruments? Fragen über Fragen, auf die dieser Band aus der Bildersachbuch-Reihe „Mein Instrument“ Antwort gibt. Und natürlich gibt es auch so manchen Tip zum Umgang mit einem solchen Instrument. [Verlagstext, gekürzt]

Paul, Oskar:
Geschichte des Klaviers. Vom Ursprunge bis zu den modernsten Formen um 1868. 268 S. Originalausgabe 1868. Reprint: (Saxoniabuch) 2015. ISBN 978-3957703071.

Pinksterboer, Hugo:
Klavier – das komplette Know-how für dein Instrument. 234 S. Mainz (Schott) 2010. (= Schott Praxis Guide). ISBN 978-3795707125.

A

Alexejew, A.D.:
Geschichte der Klaviermusik und ihrer Interpretation. Heidenau/Saale (Mitteldeutsche Kunstanstalt) 1956 (= Studienmaterial für die künstlerischen Lehranstalten 2).

Ergänzend müßte der Titel eigentlich lauten: „… unter besonderer Berücksichtigung der marxistisch-leninistischen Weltanschauung.“ Der Bogen spannt sich von den Anfängen bis zu Haydn und Mozart. Beachtung verdient das Kapitel über die russische Klaviermusik des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts.

B

Bachmann, Robert C.:
Große Interpreten im Gespräch. Bern / Stuttgart (Hallwag) 1976.

Portraitiert werden die Pianisten Géza Anda, Claudio Arrau und Alexis Weissenberg; des weiteren Claudio Abbado, Herbert von Karajan, Rudolf Kempe, Erich Leinsdorf, Lorin Maazel, Yehudi Menuhin, Nathan Milstein, Sir Georg Solti, Henryk Szeryng und Pinchas Zukermann

Batel, Günther:
Geschichte des Klaviers und der Klaviermusik. Ein Studien- und Prüfungshelfer. 108 S. Wilhelmshaven (Noetzel) 1993. (= Musikpädagogische Bibliothek 36). ISBN 978-3795905569.

Batel, Günther:
Handbuch der Tasteninstrumente und ihrer Musik. Wilhelmshaven (Noetzel) 1986.

Batel, Günther:
Meisterwerke der Klaviermusik. Ein Führer durch die Klavierliteratur von den Anfängen bis zur Gegenwart. 560 S.Wilhelmshaven (Noetzel) 1997. ISBN 9783795906412.

Die vorliegende Geschichte der Klaviermusik beschreibt und erläutert detailliert 84 Komponisten und ihre wichtigsten Werke vom Beginn des 15. Jahrhunderts bis in die Gegenwart.

Baum, Benjamin:
Das Klavier als Instrument weiblicher Erziehung. Versuch über die „schwarze“ Klavierpädagogik des 19. Jahrhunderts. GRIN Verlag, 2007. ISBN 3-6387-4087-0 (ASIN B007PSIQAG). [Hausarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Musikwissenschaft der Universität des Saarlandes, Veranstaltung: „Das Klavier“ – Eine ikonographische Spurensuche.]

Zunächst werden die bürgerlichen Erziehungsmethoden des 19. Jahrhunderts für für Mädchen und junge Frauen beleuchtet. Ziel des Klavierunterrichts war demnach offensichtlich weniger eine fundierte musikalische Ausbildung als vielmehr die „Kunst des harmlosen Parlierens“. (musikalisches) Mittel zum (pädagogischen) Zweck. Dies spiegelt sich auch in verwandten Aspekten rund um das Klavier wider, etwa in der zeitgenössischen Kritik am Klavierunterricht, im Phänomen der Salonmusik und in der Rolle des Klaviers im Rahmen der Eheanbahnung.
Im abschließenden dritten Teil ist dann vom Ende der „schwarzen“ Klavier-Pädagogik die Rede. Der Zusammenbruch des Klaviers als Instrument weiblicher Erziehung vollzieht sich analog zum Niedergang des überkommenen Frauenbildes , wie es sich insbesondere in der Epoche des Biedermeier manifestiert hat. [Verlagstext, gekürzt]

Bie, Oscar:
Das Klavier. Berlin (Cassirer) 1921.

Dieses Werk galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Standardwerk und hat mehrere Dutzend Auflagen erlebt.

Blaukopf, Kurt:
Große Virtuosen. Teufen (A. Niggli) o.J. (= Bücher der Weltmusik 6)

Blaukopf versucht im ersten Teil eine kurze Soziologie des Virtuosentums in Geschichte und Gegenwart. Im zweiten Teil portraitiert er unter anderem die Pianisten Wilhelm Backhaus, Alfred Cortot, Jörg Demus, Edwin Fischer, Walter Gieseking, Friedrich Gulda, Vladimir Horowitz und Wilhelm Kempff

Börner, Klaus:
Handbuch der Klavierliteratur zu vier Händen an einem Instrument. 536 S. Zürich (Atlantis) 2005. ISBN 978-3254002655.

Schier unermesslich ist die Literatur für Klavier zu vier Händen. Die ersten Stücke entstanden bereits im Frühbarock, und der Bogen spannt sich über Diabelli, Mozart, Beethoven, Brahms und Schubert bis hin zu Strawinsky und Ligeti. Dieses Handbuch schließt eine Lücke, denn bisher gab es – abgesehen von kleineren Aufsätzen – nur ältere Gesamtdarstellungen des Themas. Alle wichtigen Kompositionen und Komponisten werden ausführlich besprochen und kommentiert. – Aus dem Inhalt: Klavierschulen – Anleitung zur Improvisation – Methodische und historische Schriften – Technische Studienwerke / Etüden – Anthologien …

Bontinck, Irmgard:
Das Klavier in Geschichte(n) und Gegenwart. Straßhof (Vier-Viertel-Verlag) 2001.

Brendel, Alfred:

Siehe Essays, Gedichte, Anthologien

Brendel, Alfred:
Nachdenken über Musik. 228 S. München (Piper) 5/1977. ISBN 978-3492022651.

Gedanklich und sprachlich brillante Essays über (fast) alles, womit ein Pianist sich künstlerisch auseinandersetzen sollte.

Brendel, Alfred:
Musik beim Wort genommen. 277 S. München (Piper) 1992. ISBN 978-3492034838.

Fortsetzung der Essaysammlung „Nachdenken über Musik“.

Brendel, Alfred:
Über Musik. Sämtliche Essays und Reden. 544 S. München (Piper) 2005. ISBN 978-3492047838.

Pünktlich zu Brendels 70. Geburtstag ist die vorliegende Ausgabe erschienen, in der die beiden Essaysammlungen von 1982 und 1992 zusammengefaßt sind. Brendel hat die älteren Aufsätze zum Teil redigiert, sprachlich pointiert und inhaltlich erweitert. Zudem finden sich hier zahlreiche Texte, die bislang nur in Zeitungen, Zeitschriften oder als CD-Booklet veröffentlicht waren.

Briggs, Gilbert A.:
Pianists, pianos and sonics. Bradford/Somerset (Wharfedale Wireless Works) 1951.

Brook, Donald:
Masters of the keyboard. Biography, index, reprint, series. Plainview (Books for Libraries Press) 1947.

Brower, Harriette:
Piano Mastery. The Harriette Brower Interviews. New York (Frederick A. Stokes) 1915/1917. Reprint [Auswahl]: New York (Dover) 2006.

Interviews mit Ignacy Jan Paderewski, Josef Hofmann, Leopold Godowsky und Walter Gieseking.

C

Caldwell, John:
English Keyboard Music Before the Nineteenth Century. New York (Dover) 19__.

Carhart, T.E.:
Ein Klavier in Paris. Eine ungewöhnliche Freundschaft. Berlin (Kindler) 2002.

Wie viele Traumklaviere kann ein Mensch besitzen?“ – Als autobiographisch angehauchter Roman gehört dieses Buch eher in den Bereich Belletristik. Da es aber auschließlich eine Liebeserklärung an das Klavier, das Klavierspiel und den Klavierbau ist, mag es hier seinen Platz finden. Auf der Suche nach einem Klavier knüpft der Autor („notre americain„) Kontakt zu dem Klavierbauer Luc, der mit gebrauchten Instrumenten handelt. Er lernt den häufig betrunkenen und entsprechend unberechenbaren Stimmer Jos kennen, und ein ganzes Arsenal verschrobener Individuen, wie sie nur am linken Ufer der Seine beheimatet sind. Mit sprachlichem Einfühlungsvermögen blickt Carhart hinter die Kulissen. Und ganz nebenbei erfährt der Leser Wissenswertes über das Innenleben des Instruments und die (nicht nur klanglichen) Eigenarten der verschiedenen Instrumente.

Chapin, Victor:
Giants of the keyboard. Philadelphia (Lippincott) 1967.

Chapin, Miles:
88 Keys. The Making of a Steinway Piano. (Clarkson N.Potter Publ.) 1998.

Chapin ist ein Ururenkel des Firmengründers Henry Engelhard Steinway. Sein Blick auf die Firmengeschichte ist denn auch durch familiäre Scheuklappen ein wenig eingeschränkt. Die Monographie von Richard K. Lieberman und der Bildband von Ronald V. Ratcliffe sind in jeder Hinsicht aufschlußreicher.

Cole, Michael (Hrsg.):
The Pianoforte in the Classical Era. (Clarendon Press) 1998.

Cooke, James Francis:
Great Pianists on Piano Playing: Godowsky, Hofmann, Lhévinne, Paderewski and 24 Other Legendary Performers. 464 S. New York (Dover) 1999. (Nachdruck der Orig.-Ausg. 1917). ISBN 978-0486408453.

Interviews und Vorträge u.a. von Wilhelm Backhaus, Harold Bauer, Fanny Bloomfield-Zeisler, Ferruccio Busoni, Teresa Carreno, Ossip Gabrilowitsch, Leopold Godowsky, Josef Hofmann, Josef Lhévinne, Vladimier de Pachmann, Max Pauer, Sergej Rachmaninoff, Alfred Reisenauer, Emil von Sauer, Xaver Scharwenka, Ignacy Jan Paderewski, Rudolf Ganz, Olga Samaroff und Percy Grainger

Cooper, Peter:
Style in Piano Playing. London (Calder) 1975.

Cortot, Alfred:
Französische Klaviermusik. Wiesbaden (Limes) 1956.

Über Klaviermusik von Claude Debussy, César Franck, Gabriel Fauré, Emmanuel Chabrier, Paul Dukas.

Crombie, David:
Piano. Entwicklung, Design, Musiker. London (Balafon) 1995.

Das Buch ist nach meinen Recherchen nur im Modernen Antiquariat erhältlich. Es enthält zahlreiche Abbildungen von historischen Instrumenten, Klavier-Kuriositäten und mechanischen Details. Die dazugehörigen Texte haben leider nicht immer die Qualität des Bildmaterials.

D

Dubal, David:
The art of the piano. Its performers, literature and recordings. Pompton Plains NJ (Amadeus Press) 3/2004.

Ein umfassendes Lexikon über Klavierkomponisten und -interpreten mit beigefügter CD seltener historischer Aufnahmen.

Dubal, David:
Reflections from the keyboard. The world of the concert pianist. New York (Simon & Schuster) 1986.

Claudio Arrau, Vladimir Ashkenazy, Emanuel Ax, Paul Badura-Skoda, David Bar-Illan, Lazar Berman, Stephen Bishop-Kovacevich, Jorge Bolet, Alfred Brendel, Yefim Bronfman, John Browning, Shura Cherkassky, Van Cliburn, Bella Davidovich, Alicia de Larrocha, Misha Dichter, Philippe Entremont, Leon Firkusny, Leon Fleisher, Richard Goode, Glenn Gould, Gary Graffman, Horacio Gutierrez, Vladimir Horowitz, Eugene Istomin, Byron Janis, Grant Johannesen, Gunnar Johansen, Joseph Kalichstein, Evgeny Kissin, Ruth Laredo, Garrick Ohlsson, Murray Perahia, Ivo Pogorelich, Charles Rosen, György Sandor, Andras Schiff, Peter Serkin, Rosalyn Tureck, Tamas Vasary, Andre Watts, Alexis Weissenberg, Earl Wild.

Dürer, Carsten:
Gespräche mit Pianisten 1. 69 Interviews und Porträts. 440 S. Düsseldorf (Staccato). ISBN 3-932976-18-5.

Dürer, Carsten:
Gespräche mit Pianisten 2. 71 Interviews und Porträts. 448 S. Düsseldorf (Staccato). ISBN 978-3-932976-30-8.

Dürer, Carsten:
Gespräche mit Pianisten 3. 62 Interviews und Porträts. 410 S. Düsseldorf (Staccato). ISBN 978-3-932976-49-0.

Dürer, Carsten:
Gespräche mit Pianisten 4. 53 Interviews und Porträts. 384 S. Düsseldorf (Staccato). ISBN 978-3-932976-73-5.

E

Edler, Arnfried:
Gattungen der Musik für Tasteninstrumente. 2 Bde. Laaber (Laaber-Verlag) 1997 ff.

  1. Von den Anfängen bis 1750.
  2. Von 1750 bis 1830 (noch nicht erschienen).
  3. Von 1830 bis zur Gegenwart.

Bd. 7 aus der 15-bändigen musikwissenschaftlichen Reihe „Handbuch der musikalischen Gattungen“. Fundiert und detailliert geschrieben, aber nicht immer leicht zu lesen.

Ehrlich, Cyril:
The Piano. A History. Oxford (OUP) 1990.

Eine Musik- und Sozialgeschichte des Klaviers von Mozarts Zeiten bis zur Gegenwart.

Elder, Dean:
Pianists at play – interviews, master lessons, and technical regimes. New York (Kahn & Averill) 1989.

F

Fay, Amy:
Musikstudien in Deutschland. Aus Briefen in die Heimath (Berlin 1882). Reprint: Regensburg (ConBrio) 1996. (= ConBrio Reprint 3).

Die Pianistin Amy Fay reiste 1869 nach Deutschland, um Klavierunterricht bei Franz Liszt zu nehmen. Ihre Briefe sind eine aufschlußreiche Quelle für das Klavierspiel und das Konzertleben der damaligen Zeit.

Fellerer, Karl Gustav (Hg.):
Das Musikwerk. Eine Beispielsammlung zur Musikgeschichte. 47 Hefte. Köln (Volk, Gerig) 1955ff. Reprint: Laaber-Verlag (mittlerweile ebenfalls vergriffen).

Für die Klaviermusik interessant sind folgende Bände:

13 Beck, Hermann: Die Suite, 124 S.
21 Giegling, Franz: Die Solosonate, 131 S.
22 Schleuning, Peter: Die Fantasie I + II, 230 S.
23 Müller-Blattau, Josef: Die Fuge I + II, 187 S.
24 Valentin, Erich: Die Tokkata, 76 S.
25 Kahl, Willy: Das Charakterstück, 80 S.
26 Fischer, Kurt von: Die Variation 86 S.
28 Georgii, Walter: Vierhundert Jahre Europäische Klaviermusik, 140 S.
33 Stephenson, Kurt: Romantik in der Tonkunst, 106 S.

Fontana, Eszter:
Namhafte Pianisten im Aufnahmesalon Hupfeld. NN (Stekovics) 2001.

Friskin, James / Freundlich, Irwin:
Music for the Piano. A Handbook of Concert and Teaching Material from 1580 to 1952. New York (Dover) 1973.

Fydrich, Gudrun:
Fantasien für Klavier nach 1800. Diss. Univ. Frankfurt/Main 1990.

G

Gavoty, Bernard:
Zwanzig große Interpreten. Lausanne (Rencontre) 1966.

Was in Deutschland Joachim Kaiser, ist den Franzosen Bernard Gavoty: der Kritikerpapst schlechthin. Die folgenden Pianisten haben Gnade in Gavotys Augen gefunden: Arturo Benedetti-Michelangeli, Alfred Cortot, György Cziffra, Walter Gieseking, Wilhlem Kempff, Wanda Landowska, Swjatoslaw Richter und Arthur Rubinstein.

Georgii, Walter:
Klaviermusik. Geschichte der Klaviermusik zu zwei und vier Händen von den Anfängen bis zur Gegenwart. Zürich (Atlantis) 1984.

Gill, Dominic (Hrsg.):
Das große Buch vom Klavier. 288 S. Freiburg (Herder) 1987. ISBN 978-3451191886.

Ein opulentes Text- und Bilderbuch für den Klavierliebhaber, das kaum Wünsche offenläßt. Mittlerweile nur noch antiquarisch erhältlich.

Gillespie, John:
Five Centuries of Keyboard Music. An Historical Survey of Music for Harpsichord and Piano. New York (Dover) 1972.

Gordon, Steward:
A History of Keyboard Literature. Music for the Piano and Its Forerunners. (Wadsworth Publ.) 1996.

Grab, Waldemar:
Der Mann am Piano. Leitfaden für Tasten-Profis. Gagen, Repertoire, Personality, Verträge, Management. Bergkirchen (Presse Projekt Verlag) 1997.

Wer seine ersten Gehversuche als konzertierender Künstler unternimmt, findet hier manche praktischen und nützlichen Tips für das Geschäftliche.

Gradenwitz, Peter:
Kleine Kulturgeschichte der Klaviermusik. München (List) 1986.

H

Haacke, Walter:
Am Klavier. Werke europäischer Maler aus sechs Jahrhunderten. Königstein/Taunus (K.R. Langewiesche) 1968 (= Die blauen Bücher.

Recht umfangreiche Bildersammlung von klavierspielenden Damen und Herren. Die Farbreproduktionen lassen zu wünschen übrig, aber dafür finden sich zahlreiche Abbildungen, die man anderswo vergeblich sucht.

Hildebrandt, Dieter:
Das Pianoforte oder der Krieg im Saal. Der Roman des Klaviers im 19. Jahrhundert. 400 S. München (Hanser) 1986. ISBN 978-3446141810.

Mittelpunkt dieses Romans ist das Klavier, das im 19. Jahrhundert Europa eroberte und von kühnen Pionieren sogar bis in den Wilden Westen gebracht wurde. Hildebrandt beschreibt seinen Siegeszug und seine Niederlagen in Salons und Konzertsälen. Beethoven mit seinem rabiaten Auftreten in der Aristokratie Wiens, Franz Liszt mit seinen Klavierschlachten, aber auch Robert Schumann und der scheue Chopin, der die Etüde in Paris salonfähig gemacht hat, treten in diesem Buch noch einmal auf – der heimliche Held jedoch ist das Klavier.

Hildebrandt, Dieter:
Piano, piano. Der Roman des Klaviers im 20. Jahrhundert. 347 S. München (Hanser) 2000. ISBN 978-3446199354.

Fortsetzung des „Kriegs im Saal“ mit anderen Mitteln: Ferruccio Busoni und Arnold Schönberg führen einen erbitterten Briefwechsel über die ideale Notenverteilung in Schönbergs opus 11. Conlon Nancarrow verbannt den Interpreten vom Instrument und ersetzt ihn durch ein mechanisches Walzenklavier. Und John Cage rückt dem Instrument gleich mit dem Werkzeugkasten zu Leibe und lotet die Grenzen der Tonalität mit Schrauben und Muttern zwischen den Saiten aus.

Hollfelder, Peter:
Die Klaviermusik. Das große Standardwerk. 1.457 S. Hamburg (Nikol) 1999. ISBN 978-3930656493.

Aufgelistet werden lt. Verlagsangabe über 100.000 Einzelwerke von fast 5.000 Komponisten. (Wer will schon solche Zahlen nachprüfen?) Aber selbst bei 1.000 Seiten bleibt für den einzelnen Komponisten und das einzelne Werk wenig Raum. Hollfelder gibt zu jedem Namen knappe biographische Stichworte und eine Literaturliste, die bei dem Umfang zwangsläufig kursorisch bleiben muß. Werkspezifische Überlegungen finden sich nur bei den „Großmeistern“. Der Nutzwert ist also gering, zumal sich bei den meisten Komponisten die Frage stellt, wie man an Aufführungsmaterial kommt.

Humphries, Carl:
Das Klavier. Handbuch. Bonn (Voggenreiter) 2005.

Auf knapp dreihundert Seiten werden folgende Themen behandelt:

      • Spielen, improvisieren, komponieren
      • Technik, Theorie, Musikalität
      • Klassik, Jazz, moderne Musik
      • Drei Jahrhunderte Klaviergeschichte

Das Ganze ist als Klavierlehrgang gestaltet mit Übungsbeispielen, beginnend mit einem Air von Henry Purcell bis hin zu Debussys Petit nègre und Schönbergs Kleinen Klavierstücken op. 19. Des weiteren gibt es ein (!) Kapitel über Jazz, lateinamerikanische Musik und Verwandtes. Die Hinweise zu Technik und Interpretation sind fundiert. Fragwürdig ist nur, daß dem Leser suggeriert wird, die Grundlagen des Klavierspielens ließen sich im Schnelldurchgang und Selbststudium erlernen.

I/J

K

Kaiser, Joachim:
Große Pianisten in unserer Zeit. München (Piper) 2004. ISBN 978-3492223768.

Mit diesem Buch, das mittlerweile in zahlreichen Neuauflagen vorliegt, hat der ehemalige Musikkritiker der Süddeutschen Zeitung Joachim Kaiser seinen Ruf als „Pianisten-Papst“ begründet. Unter den Tasten-Virtuosen ist das Buch auch als „Klavier-Michelin“ bekannt. Denn wer Gnade in Kaisers Ohren gefunden hat, dem stehen (zumindest die deutschen) Konzertsäle offen. Man sollte sich durchaus die Mühe machen, die verschiedenen Ausgaben zu vergleichen. Welche Pianisten in jüngeren Auflagen wegfallen, wer neu hinzukommt, wie sich auch die Akzente von Kaisers Bewertungen im Laufe der Jahre verändert haben.

Kammertöns, Christoph; Mauser, Siegfried (Hrsgg.):
Lexikon des Klaviers. Baugeschichte, Spielpraxis, Komponisten und ihre Werke, Interpreten. 805 S. Laaber (Laaber) 2006. ISBN 978-3890075433.

844 Artikel zu Komponisten, Pianisten und Klavierbauern, Spielpraxis, Pädagogik, Gattungen, Schlüsselwerken der Klaviermusik und Instrumentenbau. Ein Nachschlagewerk, das sich gleichermaßen an Profis wie an Amateure wendet. Vergleicht man das Lexikon allerdings mit der Garland-Encyclopedia of the Piano, so stößt man schnell auf Desiderata. Es fehlen z.B. so renommierte Klavierbauer wie Fazioli und Pfeiffer.

Kentner, Louis:
Das Klavier. Yehudi Menuhins Musikführer. Frankfurt/Main (Fischer) 1982. (= Fischer-TB 2975).

Kochsiek, Ernst C.:
Konzertstimmungen. Intervall- und Klangbeispiele für den Konzertflügel. 88 S. mit CD. Frankfurt/Main (Bochinsky) 2002.

Wer im Hinblick auf das Klavierstimmen den Dingen auf den Grund gehen möchte, findet in Ernst C. Kochsieks Erfahrungsbericht eine Fülle von Informationen. Wie verläuft ein Lebensweg vom Klavierbaulehrling im Berlin der Nachkriegszeit zum weithin bekannten Konzertstimmer, der für praktisch alle Weltklassepianisten unserer Zeit gearbeitet hat? Wie muß man stimmen, um den hohen Ansprüchen im Konzertsaal und im Tonstudio gerecht zu werden? Schon oft wurde versucht, die Theorie und Technik des Stimmens auf dem Papier abzuhandeln, und immer wieder zeigte es sich, daß man das Stimmen letzten Endes doch nur durch Stimmen erlernen kann. In seinem Buch läßt Ernst Kochsiek die Leser teilhaben an zahlreichen Erfahrungen und Begegnungen in seinem Leben und gibt einen lebendigen Einblick in seine Arbeitsweise. (Klappentext)

Kornemann, Matthias:
Portrait Klavier. Kultur, Praxis, Repertoire, Interpreten. 166 S. Kassel (Bärenreiter 2010. ISBN 978-3761818411

Kunz, Johannes (Hrsg.):
Bösendorfer – eine lebende Legende. Wien (Molden) 2002.

L

Lenz, Wilhelm von:
Die großen Pianoforte-Virtuosen unserer Zeit aus persönlicher Bekanntschaft. Liszt – Chopin – Tausig – Henselt. Berlin (Behr’s Buchh.) 1872. Reprint: Düsseldorf (Staccato-Verlag) 2000.

Lieberman, Richard K.:
Steinway & Sons. Eine Familiengeschichte um Macht und Musik. München (Kindler) 1996.

Eine nicht unbedingt schmeichelhafte Chronik des Hauses Steinway – was der Qualität der Instrumente keinen Abbruch tut, wohl aber ein bezeichnendes Licht auf das Geschäftsgebaren der gesamten Branche wirft.

Loesser, Arthur:
Men, Women and Pianos. A Social History (1954). New York (Dover) 1990.

Eine detaillierte und umfassende Sozial- und Kulturgeschichte des Klaviers, die auch vor abseitigen, skurrilen Themen nicht haltmacht. So gibt es u.a. ein Kapitel über die Rolle des Klaviers in den Romanen von Jane Austen und Beschreibungen der mechanischen Folterinstrumente, mit denen Klavierpädagogen im 19. Jahrhundert die Virtuosität ihrer Schüler steigern wollten.

Lorenz, Paul:
Große Pianisten dreier Jahrhunderte. Wien (Bergland Verlag) 1979.

M

Mach, Elyse:
Great contemporary pianists speak for themselves. 2 Bde. New York (Dodd, Mead & Comp.) 1980. Reprint: New York (Dover) 1991.

Sammlung von 25 Interviews mit weltbekannten Pianisten

Marcus, Adèle:
Great pianists speak with Adèle Marcus. Neptune (Paganiniana Publ.) 1980.

Interviews mit Gina Bachauer, Karl Ulrich Schnabel, Jorge Bolet, Rudolf Firkusny, Alicia de Larrocha, Garick Ohlsson, John Browning

Margulis, Vitaly:
Bagatellen op. 9. Freiburg (Rombach) 2003.

Als Pianist und Klavierpädagoge hat Margulis sich schon lange einen Namen gemacht. Mit seinen 286 (!) Aphorismen beweist er, daß er auch ein Meister der Feder und der pointierten Sprache ist. Für jeden ist mindestens eine Sentenz dabei: für den angehenden Pianisten ebenso wie für den Hochleistungsvirtuosen, für Wettbewerbsteilnehmer und -juroren, mitunter bissig, aber doch immer auf eine gewisse Weise liebenswürdig.

May, Friedrich W.:
Piano-forte – literarische und graphische Aspekte des Klaviers im 20. Jahrhundert. Katalog zur Ausstellung in der Universitätsbibliothek Düsseldorf, 1.4.-12.6.1993. Düsseldorf 1993.

Mayrath, Jane:
Pianist’s Guide to Standard Teaching and Performance Literature. (Alfred Publ.) 1995.

Mohr, Franz:
Große Pianisten, wie sie keiner kennt. Basel (Brunnen) 1993.

Mohr, Franz; Rink, Beat:
Große Maestros, hinter der Bühne erlebt. Basel (Brunnen) 1996.

Molsen, Uli:
Die Geschichte des Klavierspiels in historischen Zitaten von den Anfängen des Hammerklaviers bis Brahms. Balingen (Molsen) 1983.

Aus zahlreichen musiktheoretischen Traktaten, aus Instrumentallehrbüchern des 18. und 19. Jahrhunderts, aus Briefen und sonstigen Dokumenten hat Molsen die Passagen zusammengetragen, die für einen Pianisten von Interesse sind: Fragen zur Aufführungspraxis, zu Verzierungen, zum Tempo etc.

Montparker, Carol:
A pianist’s landscape. Portland, Oregon (Amadeus Press) 1998.

Zahlreiche Essays über Klavierspiel als Liebhaberei, über Professionalität und Studium.

N

Niemann, Walter:
Das Klavierbuch. Geschichte der Klaviermusik und ihrer Meister bis zur Gegenwart. Mit Übersicht über den Klavierbau und die Klavierliteratur. Leipzig (Kahnt) o.J.

Dieses Werk galt zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Standardwerk und hat mehrere Dutzend Auflagen erlebt.

Niemann, Walter:
Meister des Klaviers. Die Pianisten der Gegenwart und und der letzten Vergangenheit. Berlin (Schuster & Löffler). o.J.

Ergebnis 20jähriger Besuche von Leipziger Klavierabenden.

Noyle, Linda J.:
Pianists on playing. Interviews with twelve concert pianists. Metuchen (N.Y.) (Scarecrow Press) 1987.

Interviews mit Vladimir Ashkenazy, Jorge Bolet, John Browning, Bella Davidovich, Misha Dichter, Janina Fialkowska, Rudolf Firkusny, Leon Fleisher, André-Michel Schub, Abbey Simon, Ralph Votapek und André Watts

O

Oehlmann, Werner (Hrsg.):
Reclams Klaviermusikführer. Stuttgart (Reclam) 1994 ff.

  1. Frühzeit, Barock und Klassik. 813 S. ISBN 978-3150101124.
  2. Von Franz Schubert bis zur Gegenwart. 1.064 S. ISBN 978-3150101254.

Lange Zeit galten die Reclam Musikführer als die Standardwerke schlechthin, wenn sich der Konzertgänger auf die Schnelle informieren wollte, was ihn denn am Abend erwartet. Allerdings ist „der Oehlmann“ mittlerweile in die Jahre gekommen, was man trotz aller Überarbeitungen und Neuauflagen den stilistischen Bewertungen und Einordnungen anmerkt. Da liest sich dann doch Vieles recht altbacken. Wenn es um die spieltechnische Einschätzung der Klavierliteratur geht, ist der Wolters eindeutig die bessere Wahl.

P

Palmieri, Robert & Margaret W. (Hrsgg.):
Encyclopedia of the Piano. (Garland) 1996. (= Garland Reference Library of the Humanities 1131).

Paperno, Dmitry:
Notes of a Moscow Pianist. Portland/Oregon (Amadeus Press) 1998.

Parakilas, James & Adams, Noah (Hrsgg.):
Piano Roles. Three Hundred Years of Life with the Piano. (Yale Univ. Press) 2000.

Geschichte des Klaviers. Schwerpunkt liegt auf der Entwicklung im 19. und 20. Jahrhundert.

Partituren. Das Magazin für klassische Musik:
Die Welt der Flügel. Berlin (Friedrich) März/April 2006.

Interviews und Beiträge über Klavierbau, Geschichte und Interpretation – Pierre-Laurent Aimard, Charles-Valentin Alkan, Johann Sebastian Bach, Johannes Brahms, Muzio Clementi, Carl Czerny, Fazioli, Glenn Gould, Marc-André Hamelin, Gabriela Montero, Maurizio Pollini, Artur Schnabel, Andreas Staier, Steinway, Paul Wittgenstein, Christian Zacharias.

Patterson, Donald L.:
One Handed. A Guide to Piano Music for One Hand. (Greenwood Publ.) 1998 (= Music Reference Collection 80).

Pincherle, Marc:
Virtuosen – ihre Welt und ihr Schicksal. München (Heimeran) 1964.

Pincherle beschäftigt sich vorwiegend mit den Geigenvirtuosen. Bemerkenswert ist, das ausgerechnet Wanda Landowska die Zunft der klavierspielenden Virtuosen vertritt.

Pinksterboer, Hugo:
Pocket-Info – Klavier und Flügel. Basiswissen, Praxistipps, Mini-Lexikon. 158 S. Mainz (Schott) 2001. ISBN 978-3407777348.

Ein einfaches, eingängiges und gründliches Handbuch für Anfänger und Fortgeschrittene. Mit Tips für den Kauf oder das Mieten eines Klaviers oder Flügels. Außerdem: Informationen über Wartung und Pflege, über Stummschaltung und mechanische Klaviere, über die Familie und die Geschichte des Instruments und über die Marken. „Damit du weißt, was du hast und was es gibt. Und damit du das Beste aus deinem Instrument herausholen kannst. Basisbuch und Nachschlagewerk, mit nichts, was du nicht wissen willst.“ [Verlagstext]

Pistone, Danièle:
Le piano dans la littérature française des origines jusqua’en 1900. (Diss. Univ. Paris 1973). Lille (Atelier Reprod. des Thèses) 1975.

Pollens, Stewart:
The early pianoforte. Cambridge (Cambridge Univ. Press) 1995.

Puchelt, Gerhard:
Variationen für Klavier im 19. Jahrhundert. Blüte und Verfall einer Kunstform. Hildesheim (Olms) 1973.

Q

R

Range, Hanspeter:
Die Konzertpianisten der Gegenwart. Ein Musikliebhaber berichtet über Konzertmilieu und 150 Klaviervirtuosen. Lahr (Moritz Schauenburg) 1964.

Rapin, Eugène:
Histoire du piano et des pianistes. Bologna (Forni) 1969.

Restle, Konstantin (Hrsg.):
Faszination Klavier. 300 Jahre Pianofortebau in Deutschland. München (Prestel) 2000.

Beiträge über Klavierbau, über das Klavier als Spiegel der Musikkultur und über den Traum vom beseelten Automaten (wie er in manchen Pianistenpersönlichkeiten erschreckende Wirklichkeit zu werden scheint). Dazu eine Sammlung von Daten und Fakten zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Dimension des Klavierspielens. Ein vor allem wegen seiner Bilder opulentes Buch.

Rimm, Robert:
Composer Pianists. Hamelin and the Eight. (Amadeus Press) 2002.

Notizen und Analysen zu Alkan, Busoni, Feinberg, Godowsky, Medtner und Rachmaninov.

Rosen, Charles:
Piano Notes. The World of the Pianist. (Free Press) 2002.

Charles Rosen ist das amerikanische Pendant zu Alfred Brendel: Ein Pianist, der auch etwas zu sagen hat. Seine Monographien über die Musik der Wiener Klassik und die deutsche Romantik zählen mittlerweile zur Standardliteratur der Musikgeschichtsschreibung. Die hier vorliegenden Essays handeln von „Körper und Geist“ beim Klavierspiel, von Fingersätzen, vom Klang des Instruments und seinen Unzulänglichkeiten. Rosen macht kritische Anmerkungen zum Konservatoriums- und Konzertbetrieb, er berichtet von seinen Erfahrungen im Aufnahmestudio und reflektiert über Kompositonsstil und Interpretationsansätze. – Ein Band, der es verdienen würde, ins Deutsche übersetzt zu werden.

Rowland, David:
The Cambridge Companion to the Piano. Cambridge (Cambridge Univ. Press) 1998.

Einführung in die Geschichte des Klaviers. Auf 266 Seiten werden u.a. behandelt: die Entwicklung des Klavierbaus von den Anfängen bis zur Gegenwart, Aufführungspraxis und Repertoire, das soziale und stilistische Umfeld. Ein abschließendes Kapitel beschäftigt sich mit den Phänomenen Jazz, Blues und Ragtime.

Rueger, Christoph (Hrsg.):
Harenberg Klaviermusikführer. 1.008 S. Dortmund (Harenberg) 1998. ISBN 978-3411761012.

Leicht verständlicher, aber leider auch recht oberflächlicher Führer durch die Klaviermusik vom Barock bis zur Gegenwart. Beschrieben werden ca. 600 Werke von 180 Komponisten. Über die dazugehörigen CD-Tips kann man geteilter Meinung sein. Oehlmann und Wolters sind sicherlich die bessere Wahl.

S

Sabin, Stefana:
Frauen am Klavier. Skizze einer Kulturgeschichte. Frankfurt/Main (Insel) 1998. (= Insel TB 1988).

Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts galt das Klavier als das Instrument, das dem „weiblichen Geschlechtscharakter“ am besten entspricht – die Frauenkleidung eigne sich besonders für die Spielbewegungen am Klavier, ohne durch Ungehörigkeit bestimmter Haltungen beim Musizieren das „Gefühl des Unschicklichen“ hervorzurufen. Daß das Klavier so sehr ein Fraueninstrument wurde, hat aber auch damit zu tun, daß es wie kein anderes Instrument sich selbst genügt. Die essayistische Darstellung von Stefana Sabin beschreibt darüber hinaus den individuelle Entwicklungsgang der Frau am Klavier.

Schleuning, Peter:
Die freie Fantasie. Ein Beitrag zur Erforschung der klassischen Klaviermusik. Diss. Univ. Freiburg/Breisgau 1970. Göppingen (Kümmerle) 1973. (= Göppinger akademische Beiträge 76).

Schonberg, Harold:
Die großen Pianisten. Eine Geschichte des Klaviers und der berühmtesten Interpreten von den Anfängen bis zur Gegenwart. Bern (Scherz) o.J.

Eines der spannendsten Bücher über die Geschichte der pianistischen Interpretation. Die deutsche Ausgabe ist leider seit Jahren vergriffen und nur noch antiquarisch erhältlich.

Siepmann, Jeremy:
The Piano. The complete illustrated guide to the world’s most popular musical instrument. (Carlton Books) 1996.

Siepmanns Klavierbuch ist mittlerweile bei verschiedenen amerikanischen Verlagen erhältlich, mal als Paperback, mal als Hardcover oder mit beiliegender CD. Ein Kritiker beschrieb es einmal als „Coffeetable Book“, das man sich zum Durchblättern im Wartezimmer wünscht, dessen Anschaffung sich aber nicht lohnt. Ganz so hart möchte ich nicht urteilen, aber in der Tat: Der Text plätschert an der Oberfläche und auch die Illustrationen wirken einfallslos zusammengesucht.

Siepmann, Jeremy:
The Piano. New York (Alfred A. Knopf) 1997. (= Everyman’s Library – EMI Classics Music Companion).

Nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Titel von 1996 (siehe oben)! Das Format ist um einiges handlicher und der Inhalt wesentlich fundierter. Beigefügt sind dem Band drei CDs mit Klavieraufnahmen aus dem Hause EMI Classics.

Speer, Florian:
Ibach und die Anderen. Rheinisch-Bergischer Klavierbau im 19. Jahrhundert. Wuppertal (Ph.C.W. Schmidt Verlag) 2002. (= Beiträge zur Geschichte und Heimatkunde des Wuppertals Bd. 39)

Speer beschreibt den Weg des Klavierbau-Unternehmens Ibach über die ersten einhundert Jahre, vom Ende des 18. bis zum Ende des 19. Jahrhunderts.Im Mittelpunkt der Untersuchung stehen vornehmlich wirtschafts- und kulturgeschichtliche Aspekte, so z.B. die technische Entwicklung des Produkts, Finanzierungsfragen, Absatzprobleme und Export, Situation der Arbeitnehmerschaft, Rohstoffbeschaffung, Ausstellungswesen, den Beginn der ersten Hersteller-Organisationen sowie das künstlerische Instrumentendesign. Besondere Beachtung verdienen auch die Kontakte zwischen der Klavierbauerfamilie und einzelnen Komponisten und Pianisten, wie beispielsweise Liszt oder Wagner. In einem zweiten Teil werden zahlreiche Konkurrenten im rheinisch-bergischen Raum vorgestellt, darunter auch in den Städten Aachen, Bonn, Köln, Düsseldorf, Koblenz und Wesel.

Speer, Florian:
Rud. Ibach Sohn – Weltälteste Klaviermanufaktur. Erfurt (Sutton-Verlag) 2006.

Steegmann, Monica & Rieger, Eva (Hrsgg.):
Frauen mit Flügel. Lebensberichte berühmter Pianistinnen von Clara Schumann bis Clara Haskil. 401 S. Frankfurt/Main (Insel) 1996. (= Insel-TB 1714). ISBN 978-3458334149.

Tagebucheintragungen, Briefe und Autobiographien berichten über die Karrieren von acht großen Musikerinnen: Clara Schumann, Amy Fay, Mathilde Verne, Adelina de Lara, Clara Haskil, Lili Kraus, Rosalyn Tureck und Moura Lympany. Mutig, beharrlich und tatkräftig stellen sie sich ihrem bewegten Leben. Den wenigsten von ihnen war bewußt, daß sie die Konventionen verletzten, sobald sie auf dem Klavierstuhl Platz nahmen.

[Steinway & Sons] (Hg.):
Happy Birthday H.E. 200 Years H.E. Steinway. Hamburg 1997 (= Lyra, The Music Magazine Heft 1,1997).

Stuppner, Hubert:
Mephisto Walzer oder Der Tanz der Klaviere. Zehn transzendentale Etüden für das Klavier. Regensburg (ConBrio) 1995.

Stuppner, langjähriger Juror bei zahlreichen internationalen Klavierwettbewerben, berichtet von seinen Erfahrungen und den Machenschaften hinter verschlossenen Türen, die für angehende Wettbewerbsteilnehmer hilfreich, für die Veranstalter aber nicht immer schmeichelhaft sind.

T

Timbrell, Charles:
French Pianism. A Historical Perspective. Portland/Oregon (Amadeus Press) 2003.

Turner, Barrie Carson:
Das Klavier. Das Instrument, seine Geschichte, die Komponisten und die großen Virtuosen. Hamburg (Carlsen) 1996.

U

V

Villanis, Luigi Alberto:
L’arte del pianoforte in Italia. Da Clementi a Sgambati. Bologna (Forni) 1969.

W

Whiteside, Abby:
Abby Whiteside on Piano Playing. Indispensables of Piano Playing and Mastering the Chopin Etudes and Other Essays. Portland/Oregon (Amadeus Press) 2003.

Weiermüller-Backes, Isolde; Heller, Barbara:
Klaviermusik von Komponistinnen vom 17. bis zum 21. Jahrhundert. Verzeichnis mit Hinweisen für den Unterricht. 560 S. Düsseldorf (Staccato). ISBN 3-932976-20-7.

Es gibt sie und es gab sie schon immer: Klaviermusik komponierende Frauen. In dem vorliegenden Verzeichnis stellen die Autorinnen Isolde Weiermüller-Backes und Barbara Heller über 2.500 Klaviermusiktitel von mehr als 1.000 Komponistinnen vor. Zwei Jahre lang recherchierten die Verfasserinnen intensiv auf internationaler Ebene in enger Zusammenarbeit mit Verlagen, in Archiven und vor allem persönlich mit den Komponistinnen. So bietet dieses Nachschlagewerk mehr als eine lexikalische Auflistung der üblichen Angaben: Vielmehr kommentieren die meisten Komponistinnen ihre Werke selbst kurz und prägnant. Dadurch wird dieses Buch zu einem lebendigen Spiegel der zeitgenössischen Klaviermusik-Szene von Frauen. Eine weitere Besonderheit des Verzeichnisses ist die Zuordnung der einzelnen Klavierstücke in unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Dies ist eine wichtige Hilfestellung für den Klavierunterricht und macht das Werk zu einem praxisorientierten Nachschlagewerk. Ein unentbehrlicher Leitfaden für LehrerInnen ebenso wie für PianistInnen und LaienspielerInnen. [Verlagstext]

Wendt, Gunna:
Die Bechsteins. Eine Familiengeschichte. Berlin (Aufbau) 2016.

Wolters, Klaus:
Handbuch der Klavierliteratur. Klaviermusik zu zwei Händen. 716 S. Zürich (Atlantis) 5/2001. ISBN 978-3254002488.

Ein umfangreiches und ausführliches Nachschlagewerk für den Pianisten, den Klavierpädagogen und nicht zuletzt für den Klavierliebhaber. Die Einteilung in 15 Schwierigkeitsstufen bietet Entscheidungshilfen für die Werkauswahl. Leider sind die Besprechungen von Klavierschulen, Etüden oder moderner Unterstufenliteratur nicht mehr auf dem neuesten Stand, wie auch die zeitgenössische Klaviermusik nur peripher abgehandelt wird.

Wolters, Klaus:
Das Klavier: Einführung in Bau und Geschichte des Instruments und in die Geschichte des Klavierspiels. 85 S. Mainz (Schott) 1996 (= ED 8872). ISBN 978-3795723583.

X/Y

Young, Percy M.:
Keyboard musicians of the world. New York (Abelard-Schumann) 1967.

Z

Diverse Autoren

Piano. New York (Norton) 1988. (= The New Grove Dictionary of Musical Instruments).

Grundlage dieses Buches bildet der Klavier-Artikel aus dem Grove-Musiklexikon (6. Aufl.). Entsprechend präzise und ohne sprachliche Schnörkel werden die einzelnen Kapitel abgehandelt: Funktionsweise und Instrumentenentwicklung, Kompositions- und Interpretationsgeschichte. Die einzelnen Abschnitte sind von kompetenten Autoren verfaßt, u.a. dem amerikanischen „Klavierpapst“ Harold C. Schonberg und dem Spezialisten für historische Instrumente Derek Adlam.

Zeitschriften

Arietta ist eine Jahresschrift der in England ansässigen „Beethoven Piano Society of Europe“. ISSN 1465-9387.
Infos: Beethoven Piano Society of Europe

International Piano erscheint alle zwei Monate im britischen Verlagshaus „Rhinegold Publishing“.
Infos: Rhinegold Publ., International Piano

Pianist. Das deutschsprachige Magazin, das bei „Forte Media“ viermal im Jahr erscheint, ist nicht identisch mit der gleichnamigen britischen Zeitschrift.
Infos: pianist-magazin.de

Pianist. Helping you become a better player. Die englischsprachige Zeitschrift erscheint alle zwei Monate im Verlagshaus „Warners Group Publ.“.
Infos: pianist-magazine

Piano Journal ist die Zeitschrift der „European Piano Teachers‘ Association“ (EPTA). Sie erscheint dreimal im Jahr.
Infos: epta-europe.org

Piano News erscheint sechsmal im Jahr im STACCATO-Verlag.
Infos: pianonews.de

Piano Technicians Journal. Die Zeitschrift wird herausgegeben von der amerikanischen „Piano Technicians Guild“ und wendet sich vornehmlich an Klavierbauer und -techniker. ISSN 0031-9562.
Infos: Piano Technicians Journal

Revue annuelle Piano ist eine jährliche Sonderausgabe der französischen Zeitschrift „La lettre du musicien“.
Infos: La lettre du musicien