Musikalien

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Bach, Johann Sebastian

Verzierungs-Tabelle für Wilhelm Friedemann Bach

Diese Verzierungstabelle findet sich in dem Klavierbüchlein, das J.S. Bach um 1720 für seinen Sohn Wilhelm Friedemann angelegt hat. Diese tabellarische Übersicht wird in der Bach-Literatur vielfach als „Maß aller Dinge“ angesehen, was die Ausführung der Bachschen Verzierungen angeht. Man sollte sich jedoch vor Augen halten, daß Bach sie für einen Klavieranfänger geschrieben hat (Wilhelm Friedemann war damals zehn Jahre alt). Die Tabelle gibt sicherlich einen ersten Einblick, wie Bach sich die Ausführung der Verzierungen gedacht hat. Man darf sie jedoch nicht als starren Regelkanon ansehen, sondern eher als Anregung für eine eigenständige Ausgestaltung der Verzierungen benutzen.
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Dreistimmige Sinfonien, BWV 787-801 – Partitur (1) mit Fingersätzen

Die Notierung der drei Stimmen in Partituranordnung mit separaten Notensystemen erleichtert die strukturelle Analyse der polyphonen Textur. Gleichzeitig wird das Auge geschult, mehrere Systeme auf einmal zu erfassen (Partiturspiel).

Aus didaktischen Gründen habe ich mich entschlossen, die dreistimmigen Sinfonien sowohl mit Fingersätzen als auch ohne Fingersätze herauszugeben. Die Fassungen ohne Fingersätze sollen dazu anregen, eigenständig einen plausiblen Fingersatz zu entwickeln. Nicht immer ist der erstbeste und auf den ersten Blick bequemste Fingersatz auch der sinnvollste. Je nachdem, für welches Tempo und für welche Artikulation man sich entscheidet, kann ein „unbequemer“ Fingersatz sogar die bessere Wahl sein. Erst wenn man selber einen brauchbaren Fingersatz ausgearbeitet hat (und ihn möglichst auch argumentativ begründen kann) oder wenn es keine sinnvolle Lösung zu geben scheint, lohnt der vergleichende Blick in „Fingersatz-Ausgaben“.

Die Fingersätze und die Verteilung der Mittelstimmen auf die linke und rechte Hand, wie ich sie hier vorschlage, sind in Praxis und Unterricht erprobt. Sie orientieren sich in erster Linie an den Gegebenheiten „moderner“ Instrumente. Aber auch hier gilt: Jede Hand hat ihre eigene Anatomie. Was der eine ohne Mühen greifen kann, gerät dem anderen zum akrobatischen Akt. Auf dem Cembalo mit schmaleren Tasten und geringerem Tiefgang sind durchaus auch andere Lösungen (evtl. unter Vermeidung des Daumens) denkbar.

  • Sinfonia 1 C-Dur, BWV 787 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Sinfonia 2 c-moll, BWV 788 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Sinfonia 3 D-Dur, BWV 789 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Sinfonia 4 d-moll, BWV 790 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Sinfonia 5 Es-Dur, BWV 791 mit Auflösung der Manieren:
    Fassung 1
    Fassung 2
    Fassung 3
  • Sinfonia 6 E-Dur, BWV 792 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Sinfonia 7 e-moll, BWV 793 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Sinfonia 8 F-Dur, BWV 794 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Sinfonia 9 f-moll, BWV 795 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Sinfonia 10 G-Dur, BWV 796 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Sinfonia 11 g-moll, BWV 797 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Sinfonia 12 A-Dur, BWV 798 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Sinfonia 13 a-moll, BWV 799 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Sinfonia 14 B-Dur, BWV 800 ohne / mit Fingersätze(n)
Wohltemperiertes Clavier, BWV 846-893 – Partitur (1) mit Fingersätzen

Für die mehrstimmigen Praeludien und Fugen siehe den Kommentar zu den dreistimmigen Sinfonien.

Wohltemperiertes Clavier I
  • Fuge 1 C-Dur a 4 voci, BWV 846 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Praeludium 2 c-moll, BWV 847 mit Fingersätzen
  • Fuge 3 Cis-Dur a 3 voci, BWV 848 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Fuge 4 cis-moll a 5 voci, BWV 849 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Praeludium 6 d-moll, BWV 851 akkordische Zusammenfassung der Figurationen
  • Fuge 6 d-moll a 3 voci, BWV 851 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Praeludium 7 Es-Dur a 4 voci, BWV 852 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Fuge 7 Es-Dur a 3 voci, BWV 852 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Fuge 8 dis-moll a 3 voci, BWV 853 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Fuge 21 B-Dur a 3 voci, BWV 866 ohne / mit Fingersätze(n)
Wohltemperiertes Clavier II
  • Praeludium 1 C-Dur a 4 voci, BWV 870 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Fuge 1 C-Dur a 3 voci, BWV 870 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Fuge 5 D-Dur a 4 voci, BWV 874 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Fuge 12 f-moll a 3 voci, BWV 881 ohne / mit Fingersätze(n)
  • Fuge 14 fis-moll a 3 voci, BWV 883 ohne / mit Fingersätze(n) /
    mit Hinweisen zur Artikulation
  • Fuge 24 C-Dur a 3 voci, BWV 893 ohne / mit Fingersätze(n)
Praeludium für Klavier in d-moll, BWV 940 – Partitur (1)

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Siehe den Kommentar zu den dreistimmigen Sinfonien.

Aria mit 30 Veränderungen („Goldberg-Variationen“), BWV 988 (1)
  • Aria – Ausführung der Manieren:
    Fassung 1
    Fassung 2
    Auszierung nach H. Keller, R. Kirkpatrick und F. Busoni
  • Var. 2 – Partitur (3-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
  • Var. 3 – Partitur (3-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
  • Var. 4 – Partitur (3-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
  • Var. 6 – Partitur (3-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
  • Var. 8 – alternative Stimmführung
  • Var. 9 – Partitur (3-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
  • Var. 10 – Partitur (4-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
  • Var. 12 – Partitur (3-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
  • Var. 15 – Partitur (3-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
  • Var. 16 – Partitur (3-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
  • Var. 18 – Partitur (3-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
  • Var. 21 – Partitur (3-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
  • Var. 24 – Partitur (3-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
  • Var. 16 – Partitur (4-stg.) ohne / mit Fingersätze(n)
Praeludium für Klavier in c-moll, BWV 999

Akkordische Zusammenfassung (1)
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Die akkordische Zusammenfassung der gebrochenen Bewegungsfiguren erleichtert das Erkennen der harmonischen Zusammenhänge und ist auch hilfreich beim analytischen Auswendiglernen.

Beethoven, Ludwig van

Klaviersonate Nr. 1 in f-Moll, op. 2,1

Auflösung der Verzierungen (2. Satz) (1)
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Klaviersonate Nr. 19 in g-moll, op. 49,1I

Auflösung der Verzierungen (1. Satz) (1)
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Rondo für Klavier in C-Dur, op. 51,1

Auflösung der Verzierungen (1)
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Klaviersonate Nr. 21 in C-Dur, op. 53I „Waldstein“

Harmonischer Grundriß des 1. Satzes, hrsg. von C. Czerny
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Czerny hat 1832 ein deutsche Übersetzung der umfangreichen Kompositionsschriften von Anton Reicha veröffentlicht. In einem „Anhang des Übersetzers“ gibt es einen von Czerny eigens verfaßten Text „über die Formen und den Bau jedes Tonstücks“. Den größten Raum dieser eigenständigen Abhandlung nimmt die „Sonaten-Form“ (d.i. Sonatenhauptsatz) ein. Neben einem eigenen Sonatinensatz als Typus präsentiert er einen harmonischen Grundriß von Beethovens Klaviersonate op. 53.

Clementi, Muzio

6 Sonatinen für Klavier, op. 36 (in der erweiterten Fassung London 1813)

Zu den vorliegenden Ausgaben:

Die Clementi-Sonatinen op. 36 sind in der Fassung der Erstauflage (Leipzig & London, 1797) vielfach publiziert worden und in dieser Fassung mittlerweile auch als urtextkritische Ausgaben erhältlich. Clementi selbst hat diese Sonatinen für die 5. Auflage (London, 1813) nochmals umgearbeitet. Es ist überaus aufschlußreich, den Unterschieden in der ersten und fünften Auflage nachzugehen. Neben der Erweiterung des Tonraums sind es bisweilen nur harmonische Nuancen oder Veränderungen in der Begleitung, die aber einen gänzlich anderen Klang- und Stimmungscharakter ausmachen. Die Clementi-Sonatinen gelten gemeinhin als Anfängerliteratur. Es kann indes nicht schaden, schon den Anfänger zu einem textkritischen Umgang mit der Musikliteratur und dem gedruckten Notentext anzuleiten.

Hinweise zu meinen Vorschlägen bezüglich Artikulation und Fingersatz:

  • Basierend auf der urtextkritischen Ausgabe der Sonatinen op. 36 habe ich mich in einem weiteren Schritt entschlossen, Vorschläge zur Artikulation und zu Fingersätzen zu machen, die sich an den stilistischen Gegebenheiten des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts orientieren. Anders als in den bearbeiteten „Herausgeber“-Ausgaben des 19. und 20. Jahrhunderts mit ihren ausladenden Legato- und Phrasierungsbögen habe ich die Artikulation durchgehend kleingliedriger gehalten. D.h. aber nicht, daß man „kurzatmiger“ musizieren müßte. Vielmehr sollte der mehr tänzerische Charakter vor allem der Ecksätze hervortreten.
  • Entsprechend den artikulatorischen Erfordernissen habe ich auch die Fingersätze gestaltet. Nicht die (auf den ersten Blick sich anbietende) Bequemlichkeit war mein Leitgedanke, sondern die Überlegung, welcher Fingersatz meiner artikulatorischen Intention am ehesten entspricht. Daraus folgt im Umkehrschluß: Wer sich für eine andere Artikulation entscheidet, sollte auch die von mir vorgeschlagenen Fingersätze überdenken.

Czerny, Carl

Sonatine für Klavier C-Dur (1. Satz)

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Czerny hat diesen Sonatinensatz in seiner Übersetzung von Reichas Compositionslehre veröffentlicht – als Demonstrationsobjekt, wie ein Sonatenhauptsatz im Idealfall aufgebaut sein soll. Da Czerny für diesen Sonatensatz keinen Komponisten nennt, ist anzunehmen, daß die Komposition aus seiner Feder stammt.

Mozart, Wolfgang Amadeus

Klaviersonate in F-Dur, KV 332II

Auflösung der Verzierungen (2. Satz) (1)
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Klaviersonate in C-Dur, KV 545II

Akkordische Zusammenfassung der linken Hand (2. Satz)(1)
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Die Unterrichtserfahrung hat gezeigt, daß viele Klavierspieler Schwierigkeiten mit der melodischen Gestaltung der rechten Hand haben, weil sie durch die Alberti-Figurationen der linken Hand abgelenkt werden. Die akkordische Zusammenfassung der linken Hand ermöglicht es zum einen, sich stärker auf den melodischen Verlauf zu konzentrieren (aus dem Klaviersatz wird gleichsam eine „Aria“ mit Generalbaß-Begleitung); zum andern erleichtert diese Schreibweise das Erkennen und Begreifen der harmonischen Zusammenhänge.

12 Pieces pour le Clavecin (komplett)

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  1. Andante
  2. Larghetto
  3. Andante con Variationi
  4. Menuetto – Trio. Allegretto (aus: Sinfonie KV 425)
  5. Rondo. Allegro
  6. Andante
  7. Menuetto
  8. Andante
  9. Menuetto – Trio. Allegretto
  10. Andante
  11. Menuetto – Trio
  12. Allegretto
  13. Anhang: Allegretto „Sonatine in G-Dur“
    * * *
  14. Titelblätter, Inhalt
  15. Kritischer Bericht

Im Jahre 1801 erschien in Wien bei Artaria eine Sammlung mit 12 Klavierstücken von W.A. Mozart. Eine weitere Ausgabe wurde im Folgejahr bei Breitkopf und Härtel in Leipzig veröffentlicht. Die Urheberschaft Mozarts ist wohl zu Recht umstritten (das Köchel-Verzeichnis führt deswegen beide Sammlungen nur im Anhang auf), einige der musikalisch reizvolleren Stücke tauchen jedoch immer wieder (bis zur Unkenntlichkeit durch Herausgeberzusätze verunstaltet) unter dem Titel „Sonatine“ in diversen Klaviersammlungen auf. Hier nun sind alle Stücke der Sammlung (ungeachtet ihrer musikalischen Qualität) in der originalen Fassung des Erstdrucks samt kritischem Bericht veröffentlicht.

Schumann, Robert

Choral (Album für die Jugend, op. 68IV)

Im Klavierunterricht wird der Schumann-Choral gerne als Pedal-Studie eingesetzt. Dies führt häufig dazu, daß der Spieler nur noch die vertikalen Akkord-Strukturen wahrnimmt und den melodischen Verlauf der Einzelstimmen aus dem Blick verliert. Auch wenn die Mittelstimmen für sich genommen wenig reizvoll sind, so bietet sich (gerade wegen der einfachen Faktur) die Beschäftigung mit der Partitur-Anordnung an, um die Aufmerksamkeit auf das Finger-legato zu lenken und ein Gefühl für den mehrstimmigen Satz zu bekommen.

Wenig bekannt ist, daß es sich bei Schumanns Choral um eine Adaption des protestantischen Chorals „Freu‘ dich sehr, o meine Seele“ aus dem 16. Jahrhundert handelt. Als zeitgeschichtliches Dokument ist der Choraltext hier wiedergegeben.

Stückchen (Album für die Jugend, op. 68V)

separate Notierung der Einzelstimmen (3)
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Die rechte Hand bereitet in der Regel wenig Schwierigkeiten. Problematischer ist die Gestaltung der linken Hand, da es sich hier letztlich um einen „verborgenen“ zweistimmigen Satz handelt: Die Melodielinie der rechten Hand wird in der Unterdezime parallel geführt und dem ostinaten nachschlagenden g‘ angereichert. Die Differenzierung dieser beiden Ebenen fällt erfahrungsgemäß leichter, wenn sie dem Spieler auch visuell nahegebracht werden.

Skrjabin, Alexander

Etüde für Klavier cis-moll, op. 2,1

Urtext mit Fingersätzen
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Prélude für Klavier D-Dur, op. 39,2

Urtext
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Türk, Daniel Gottlob

Sechzig Handstücke für angehende Klavierspieler. Erster Theil (Leipzig/Halle 1792)

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Der Notentext (samt Fingersätzen) basiert auf der Faksimile-Ausgabe, die bei Fuzeau erschienen ist. Die Originaltitel und Schreibweisen wurden beibehalten.

Anmerkungen / Quellenangaben:

(1) Die Ausarbeitung erfolgte auf der Grundlage der Urtext-Ausgaben des Könemann-Verlags, Köln.

(2) Partitur und Klaviersatz mit Fingersätzen.

(3) Die Ausarbeitung erfolgte auf der Grundlage der Urtext-Ausgaben des Henle-Verlags, München.